Ist Surfen ein Trendsport? In Deutschland fanden die ersten Surfversuche rund um die Nordseeinsel Sylt statt. Ein richtiger Boom überrollte die Nation bereits Mitte der Fünfziger Jahre. Denkt man an die kalte Nordseeküste, wundert es allerdings nicht, dass die südliche französiche Atlantikküste bei Biarritz sich noch größerer Beliebtheit erfreut. Insider behaupten, dass an der portugiesischen Atlantikküste Surfen das ganze Jahr hindurch möglich sei, auch wenn das Wasser hier etwas kälter ist.
Als Geheimtipp für diese Art von Sportreisen werden die britischen Kanal Inseln sowie Gebiete in Irland, Schottland, Wales und Cornwall gehandelt. Wahrscheinleich zählt man als Weichei, wenn man bei milden Temperaturen in die kanarischen Gewässer rund um Fuerteventura oder Gran Canaria sei Brett zu Wasser lässt – obwohl die Surfgebiete als vielfältig gelten und in den Wintermonaten durch das warme Wasser punkten. Auch rund um St. Mandrier in Frankreich sowieo im italienischen Varazze und im spanischen Katalonien kann in den Wintermonaten gesurft werden. Auf eine eingeschworene Surfergemeinde trifft man im am spanischen Südzipfel gelegenen Örtchen Tarifa. Klassische Surfertypen und Surfershops dominieren das Flair des Ortes.
Doch was zeichnet die schönsten Surfgebiete eigentlich aus? Auch hier muss man wie bei jeder anderen Sportart, leistungsbezogen unterscheiden. Ein Anfänger sollte im ruhigeren Mittelmeer üben, wobei der Profi sich nach hohem Wellengang sehnt. Bedingt durch die einmalige Lage zum Golf von Biskaya an der französischen Atlantikküste, besticht der Spot mit permanenten Wellen und einem dreihundert Kilometer langen Sandstrand, der sich von Biarritz bis Bordeaux erstreckt. Generell ist der Atlantik eher für Fortgeschrittene geeignet. Eingefleischte Profis trifft man im Kampf mit den Wellen im Norden von Spanien, bei Gernika.